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Zwei Kühe
Feudalismus I:
Sie haben zwei Kühe. Der Lehnsherr bekommt etwas Milch.
Feudalismus II:
Sie haben zwei Kühe. Der adlige Grundbesitzer beansprucht die Hälfte Ihrer Milch und schläft mit Ihrer hübschesten Tochter.
Repräsentative Demokratie:
Sie haben zwei Kühe. Ihre Nachbarn wählen jemanden aus, der Ihnen mitteilt, wer die Milch bekommt.
Moderne Demokratie:
Sie haben zwei Kühe. Sie müssen so viel Steuern zahlen, dass Sie beide verkaufen müssen, um für die Entwicklungshilfe aufzukommen, die ein armer Mann in der dritten Welt bekommt damit er sich um die Kuh kümmern kann, die er von Ihrer Regierung geschenkt bekommen hat.
Demokratie (CDU):
Sie haben zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie behalten eine und schenken Ihrem armen Nachbarn die andere. Danach bereuen Sie es.
Demokratie (SPD):
Sie haben zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie fühlen sich schuldig, weil Sie erfolgreich arbeiten. Sie wählen Leute in die Regierung, die Ihre Kühe besteuern. Das zwingt Sie, eine Kuh zu verkaufen, um die Steuern bezahlen zu können. Die Leute, die Sie gewählt haben, nehmen dieses Geld, kaufen eine Kuh und geben diese Ihrem Nachbarn. Sie fühlen sich rechtschaffen. Udo Lindenberg singt für Sie.
Demokratie (FDP):
Sie haben zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Na und?
Demokratie (Grüne):
Sie haben zwei Kühe. Sie kaufen Klimasysteme damit es den Kühen auch gut geht, dann wählen Sie Ihre Partei und die Regierung verbietet Landwirtschaft in Ihrer Gegend. Dann bleiben Sie auf der Klimaanlage sitzen, freuen sich aber, dass Sie etwas für die Umwelt getan haben.
Sozialismus:
Sie haben zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung nimmt Ihnen eine ab und gibt diese Ihrem Nachbarn. Sie werden gezwungen, eine Genossenschaft zu gründen, um Ihrem Nachbarn bei der Tierhaltung zu helfen.
Kommunismus:
Sie haben zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung beschlagnahmt beide Kühe und verkauft Ihnen die Milch. Sie stehen stundenlang für die Milch an. Sie ist sauer. Weil Sie darüber im Ehebett gesprochen haben, werden Sie am nächsten Morgen erschossen ...
Nationalsozialismus:
Sie haben zwei Kühe. Die Regierung nimmt Ihnen beide weg und erschießt Sie.
Totalitarismus:
Sie haben zwei Kühe. Die Regierung beschlagnahmt sie und behauptet, sie hätten nie existiert. Milch ist verboten.
Militarismus:
Sie haben zwei Kühe. Die Regierung beschlagnahmt die Tiere, während Sie zur Armee eingezogen werden.
Kapitalismus:
Sie haben zwei Kühe. Sie verkaufen eine und kaufen einen Bullen, um eine Herde zu züchten.
Enron-Kapitalismus:
Sie haben zwei Kühe. Sie verkaufen drei an Ihre börsennotierte Gesellschaft, die diese mit von ihrem Schwager verbürgten Anleihen bezahlt. Dann wandeln Sie die Anleihen in Vorzugskapital um, so dass Sie alle vier Kühe zurückbekommen und nehmen eine Steuerprämie für fünf Kühe in Anspruch. Die Melkrechte an den sechs Kühen werden durch einen Mittelsmann an eine Firma auf den Bahamas verkauft, deren Hauptaktionär sie an Ihre Aktiengesellschaft zurückverkauft. Im Jahresbericht verzeichnen Sie acht Kühe plus eine Kaufoption.
EU-Bürokratie I:
Sie haben zwei Kühe. Die EU nimmt Ihnen beide ab, tötet eine, melkt die andere, bezahlt Ihnen eine Entschädigung aus dem Verkaufserlös der Milch und schüttet diese dann in die Nordsee.
EU-Bürokratie II:
Sie haben zwei Kühe. Sie bekommen eine Subvention, um eine dritte Kuh zu kaufen. Sie bekommen eine andere Subvention, wenn Sie nur eine Kuh melken. Sie demonstrieren erfolgreich für eine Halteprämie für vier Kühe. Sie setzen Aufwendungen für fünf Kühe ab und zahlen Steuern für eine Kuh.
Deutsche Bürokratie:
Hiiiilfe !!!
Hedge-Fund:
Sie haben zwei Kühe in den USA. Sie nehmen einen Kredit auf und kaufen davon drei Jungkühe. Als Sicherheit für den Kredit dienen die beiden Altkühe. Sie manipulieren die Regierung und die Zentralbank dahin, die Zinsen zu senken und den Dollarkurs zu drücken, woraufhin der Wert der Kühe steigt, während das Darlehen durch die Inflation immer wertloser wird. Mit den Gewinnen aus den fünf Kühen kaufen sie die konkurrierenden Kühe in Übersee auf. Sie schlachten diese und verkaufen das Fleisch. Das Milchangebot wurde auf diese Weise verknappt, so dass Sie die Milch Ihrer fünf Kühe zu Rekordpreisen anbieten können. Sie wundern sich, dass die Kühe irgendwann mal sterben.
Zentralbank:
Sie haben zwei Kühe. Sie drucken zehn Papierkühe, welche durch den Wert der zwei realen Kühe gedeckt werden, falls jemand echte Kühe braucht. Es merkt keiner, dass die Kühe nur zu 20% gedeckt sind. Sie verleihen die zehn Papierkühe zu 10% Zinsen, so dass Sie nach einem Jahr elf Papierkühe zurück erhalten müssten. Sie schaffen Institutionen, welche den wirtschaftlichen Nutzen der Papierkuhmengensteuerung über den Zinssatz wissenschaftlich belegen. Diejenigen, die hoch verschuldet sind, müssen jetzt die zwei realen Kühe melken, um mit dem Gehalt die Zinsen für die zehn Papierkühe bezahlen zu können. Den Lohn zahlen die Besitzer der realen Kühe mit 50% der Milchgewinne, die andere Hälfte trinken die Besitzer selbst. Sie schaffen außerdem 100 Buchkühe, die ebenfalls durch die zwei realen Kühe gedeckt sind. Es merkt keiner, dass diese nur zu ca. 2% gedeckt sind, denn durch die
entstandene Inflation sind Ihre zwei realen Kühe 110 Buchkühe wert. Der Widerspruch fällt niemanden auf. Die Buchkühe werden ebenfalls zu 10%
verliehen, womit irgendwann alle für diejenigen arbeiten müssen, die die zwei realen Kühe besitzen.
Amerikanisches Unternehmen I:
Sie haben zwei Kühe. Sie verkaufen die eine, zwingen die andere, Milch für vier Kühe zu produzieren und wundern sich dann, als sie tot umfällt.
Amerikanisches Unternehmen II:
Sie haben zwei Kühe. Sie verkaufen eine und leasen sie zurück. Sie gründen eine Aktiengesellschaft. Sie zwingen die beiden Kühe, das Vierfache an Milch zu geben. Sie wundern sich, als eine tot umfällt. Sie geben eine Presseerklärung heraus, in der Sie erklären, Sie hätten Ihre Kosten um 50% gesenkt. Ihre Aktien steigen.
Japanisches Unternehmen:
Sie haben zwei Kühe. Mittels modernster Gentechnik erreichen sie, dass die Tiere auf ein Zehntel ihrer ursprünglichen Größe reduziert werden und das Zwanzigfache an Milch geben. Jetzt kreieren Sie einen cleveren Kuh-Cartoon, nennen ihn Kuhkimon und vermarkten ihn weltweit.
Deutsches Unternehmen I:
Sie haben zwei Kühe. Mittels modernster Gentechnik werden die Tiere re-designed, so dass sie alle blond sind, eine Menge Bier saufen, Milch von höchster Qualität geben und 160 km/h laufen können. Leider fordern die Kühe 13 Wochen Urlaub im Jahr.
Deutsches Unternehmen II:
Sie haben zwei Kühe. Sie züchten Kälber, die 100 Jahre leben, einmal im Monat fressen und sich selber melken.
Deutsches Unternehmen vor dem neuen Markt:
Sie haben zwei Kühe. Sie sind mit dem Kälbereinstandswert angesetzt. Die dritte steht in der stillen Rücklage. Die Kälber haben Sie vorzeitig abgeschrieben. Der Milchverkauf von zwei Kühen wird mit 57 % Körperschaftssteuer, 10 % Solidaritätszulage und 15 % Gewerbesteuer * 300 % Hebesatz besteuert. Dafür können Sie die Heugabel steuerlich absetzen, wenn Sie deren Verwendung durch Einsenden an das Finanzamt nachweisen können. Sie leben vom illegalen Export der Kälber in den Irak.
Deutsches Unternehmen seit dem neuen Markt:
Sie haben keine Kuh. Sie nehmen eine Pfandanleihe auf zwei Kühe auf und zeichnen ein Bild von einer Kuh. Ein bekannter Schlagersänger wirbt mit der Zeichnung im Fernsehen. Sie verkaufen Kuhanteilsscheine, auf die Ihre Zeichnung gedruckt ist. Sie stoßen Ihren Anteil rasch ab und melden Konkurs an, wenn der Kurs auf Null gefallen ist. Nur Ihre Zeichnung gehört zur Konkursmasse. Mit dem Erlös kaufen Sie eine Hazienda in Lateinamerika mit 100.000 Kühen.
Russisches Unternehmen:
Sie haben zwei Kühe; Sie zählen jedoch fünf. Als Sie das nächste mal nachzählen, sind es schon zwölf Kühe. Hocherfreut trinken Sie noch mehr Wodka. Als Sie das nächste mal nachzählen, sind es schon 42 Kühe. In bester Stimmung trinken Sie weiter. Nach dem vierten mal nachzählen, sind es nur noch 24 Kühe. Enttäuscht stellen Sie die Flasche weg. Die Mafia kommt vorbei und nimmt lhnen alle Kühe ab, wie viele Kühe es auch immer waren.
Sie haben bis zu 5.000 Kühe, von denen Ihnen aber keine einzige gehört. Sie betreuen die Kühe nur. Wenn die Kühe Milch geben, erzählen Sie es niemanden.
Sie haben 5.000 Kühe, aber keine gehört Ihnen. Keiner weiß, dass Sie die Kühe haben, und kaum einer, wo Liechtenstein ist. Sie berechnen Gebühren für die Verwaltung von 6.000 Kühen.
Österreichisches Unternehmen I:
Sie haben eine ganze Rinderherde. Weil Sie jeder Kuh je ein Ohr abgeschnitten haben, bekommen Sie von der EU eine satte Subvention. Da Sie schon immer gegen die EU gewesen sind, nehmen Sie diese nur ungern in Anspruch. Nachher jammern Sie beim Wirten, dass es allen Bauern immer schlechter geht.
Österreichisches Unternehmen II:
Sie haben zwei Kühe. Sie melken beide und verkaufen die Milch. Sie bekommen das Geld für die Milch einer Kuh und eine verbilligte Reise des Bauernverbandes zu den Lipizzanern.
Österreichisches Unternehmen III:
Sie haben zwei Kühe. Jede Kuh hat einen Titel, es werden Ausschüsse, Unterausschüsse und Gremien gebildet und Gutachten eingeholt. Das Ergebnis ist provisorisch, bleibt aber für immer. Die Milch wird sozialpartnerschaftlich verteilt. Jeder Bulle hat ein Privileg.
Niederländisches Unternehmen:
Sie haben zwei Kühe. Wenn der Stier kommt, drehen Sie einen Film. Sie verleihen den Film gegen Geld. Wenn die Kunden Ihre Milch kaufen, sehen Sie von einer Anzeige ab.
Rumänisches Unternehmen:
Sie haben zwei Kühe und kein Heu. Wenn Sie die Milch in Rumänien verkaufen würden, könnten Sie vom Erlös Heu für eine Kuh kaufen. Die Mafia vermittelt eine Kuh in den Westen, wo sie bettelt. Ein dortiger Tierschutzverein schickt Geld für das ganze Dorf unter der Bedingung, die Kuh nie wieder zu melken.
Serbisches Unternehmen:
Sie hatten zwei Kühe. Beide wurden im Krieg gestohlen, stehen aber noch in den Büchern und Sie bezahlen dafür Steuern. Bei der Privatisierung konnten Sie beide an einen zypriotischen Landwirtschaftsinvestor verkaufen. Sie importieren zypriotische Milch zu Weltmarktpreisen und verkaufen die Milch zum doppelten Preis an die EU. Sie machen damit im Jahr 5.000 € Gewinn. Sie bauen ein Milchverwaltungsgebäude für fünf Millionen Euro.
Montenegrinisches Unternehmen:
Sie hatten zwei Kühe. Vor fünf Jahren haben Sie die Kühe vergessen, die deshalb im Stall verhungerten. Jetzt beantragen Sie bei der EU Subventionen für die letzten fünf Jahre. Sie bekommen die Subvention nicht, kaufen aber von dem Erlös ihrem dreijährigen Sohn ein Motorrad.
Indisches Unternehmen:
Sie haben zwei Kühe. Sie verehren sie als Heilige.
Afghanisches Unternehmen:
Sie haben zwei Kühe. Sie lassen sie wild herumlaufen und beide sterben. Sie geben den ungläubigen gottlosen Amerikanern die Schuld.
Irakisches Unternehmen:
Sie haben zwei Kühe. Sie vergiften beide, schimpfen auf die Amerikaner und versprechen die Melkrechte den Europäern, wenn sie in Euro bezahlen.
Chinesisches Unternehmen I:
Sie haben zwei Kühe. 300 Leute sind dafür da, sie zu melken. Sie erklären, es gebe Vollbeschäftigung, eine hohe Produktivitätsrate und verhaften den Journalisten, der die Statistik veröffentlichte.
Chinesisches Unternehmen II:
Sie haben zwei Kühe. Leider haben alle Nachbarn eine Lactoseintoleranz. Sie gründen eine AG und behaupten, dass ab 2050 eine große Nachfrage vorhanden sein wird. Ihre Aktien explodieren. Zweifler kommen in die staatliche Psychiatrie.
Britisches Unternehmen I:
Sie haben zwei Kühe. Beide sind wahnsinnig.
Britisches Unternehmen II:
Sie haben zwei Kühe. Die Kuh Ihres Nachbarn ist krank; die Regierung erschießt Ihre Kuh. Sie bekommen eine Prämie, weil Frankreich den Import toter Kühe verbietet. Sie verkaufen die Kuh über Portugal nach Frankreich.
Französisches Unternehmen:
Sie haben zwei Kühe. Sie streiken, weil Sie drei Kühe haben wollen. Sie gehen Mittagessen. Das Leben ist schön.
Italienisches Unternehmen I:
Sie haben zwei Kühe, schenken eine Ihrer Regierung und die andere der örtlichen Mafia und machen eine Pizzeria auf, ohne dass Sie Angst vor Schutzgelderpressungen (vom Staat) oder Steuern (von der Mafia) haben müssen.
Italienisches Unternehmen II:
Sie haben zwei Kühe, aber sie wissen nicht, wo sie sind. Während Sie sie suchen, sehen Sie eine schöne Frau. Sie machen Mittagspause. Das Leben ist schön.
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