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Abkassieren und Verschwenden

November 2008

 

Aktuelles zur Steuereintreibung, zu Staatsfinanzen und zur Steuerverschwendung

 

Oktober 2008     Dezember 2008

 

 


18,5 Milliarden Euro Haushaltsdefizit in 2009

28.11.2008

Die Konjunktur- und Finanzkrise zwingt Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) zu deutlich mehr Schulden als geplant. Die Neuverschuldung klettert gegenüber den ursprünglichen Regierungsplänen um acht Milliarden auf 18,5 Milliarden Euro. Der Bundestag verabschiedete am Freitag den Haushalt für 2009 mit den Stimmen der großen Koalition. 

Die Gesamtausgaben steigen gegenüber 2008 um 2,4 Prozent auf 290 Milliarden Euro. FDP, Grüne und Linke kritisieren den Etat als unseriös und unzureichende Antwort auf die Krise. Selbst die erhöhte Neuverschuldung spiegelt nach Auffassung der Opposition das wahre Ausmaß der Risiken nicht wider.


Finanzierungssaldo des Bundes per Oktober 2008 bei -29,171 Mrd. Euro

21.11.2008

 

Entwicklung des
Bundeshaushalts
in Millionen Euro

Soll 2008
Januar
-
Oktober 2008
Finanzierungssaldo -12.149 -29.210
     
Ausgaben 283.200 239.714
     
Einnahmen 271.051 210.504
 davon Steuereinnahmen 237.955 187.264
     

 

  Übersicht:

Finanzierungssaldo im Monat Milliarden Euro
   
Plan 2008 -12,149
   
Oktober 2008 -29,210
   
September -24,582
August -26,115
Juli -27,843
   
Juni -14,662
Mai -16,342

  Quelle: BMF

Der Finanzierungssaldo des Bundes liegt per Oktober bereits bei -29,210 Mrd. Euro und damit um 17,061 Mrd. Euro höher als für das gesamte Jahr 2008 geplant.


In 2009 voraussichtlich 17,9 Milliarden Euro Defizit

18.11.2008

Die Bundesregierung muss im kommenden Jahr beinahe doppelt so viele neue Schulden aufnehmen wie bislang geplant. Das geht aus dem überarbeiteten Etatentwurf für 2009 hervor, über den der Haushaltsausschuss des Bundestags an diesem Donnerstag abschließend beraten wird. Danach steigt die Nettokreditaufnahme auf voraussichtlich 17,9 Milliarden Euro.

Damit wird Bundeskanzlerin Angela Merkel ihr Ziel, zum Ende der nächsten Legislaturperiode, also 2013, erstmals seit mehr als vier Jahrzehnten wieder ohne neue Schulden auszukommen, kaum noch erreichen können.


Die Teuerungsrate in der Eurozone im Oktober bei 3,6 Prozent

15.11.2008

Die Jahresteuerung in der Eurozone hat sich im Oktober wieder etwas abgeschwächt. Die Verbraucherpreise (Harmonisierter Verbraucherpreisindex HVPI) erhöhten sich auf Jahressicht um 3,2%, wie Eurostat mitteilte. Der bisher niedrigste Wert für die Eurozone in diesem Jahr war im Januar mit ebenfalls 3,2 Prozent erreicht worden. 

Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht Preisstabilität nur bei einem Wert von unter oder knapp bei 2,0 Prozent gewahrt.

Übersicht:

Teuerung in der Eurozone % *
   
Oktober 2008 3,2
   
September 2008 3,6
August 2008 3,8
Juli 2008 4,0
   
Juni 2008 4,0
Mai 2008 3,7
April 2008 3,3
   
März 2008 3,6
Februar 2008 3,3
Januar 2008 3,2
   
Dezember 2007 3,1

  * gegenüber Vorjahresmonat

Die schlimmste Steuer auf den Besitz von Geld ist die Inflation (Helmut Schlesinger)


Teuerung in Deutschland bleibt im Oktober wieder unter 3 Prozent

15.11.2008

Der Preisauftrieb in Deutschland hat im Oktober wegen der sinkenden Preise für Mineralölprodukte wie erwartet weiter nachgelassen. Die Jahresteuerungsrate ging auf 2,4% zurück, wie das Statistische Bundesamt (Destatis)  nach endgültigen Berechnungen mitteilte und damit die erste Schätzung erwartungsgemäß bestätigte.

Noch immer liegt die Rate über der Marke 2,0 Prozent, bis zu der die Europäische Zentralbank (EZB) Preisstabilität gewahrt sieht. Der bisher niedrigste Wert für Deutschland in diesem Jahr war im April mit ebenfalls 2,4 Prozent erreicht worden. 

Übersicht:

Teuerung in Deutschland % *
   
Oktober 2008 2,4
   
September 2008 2,9
August 2008 3,1
Juli 2008 3,3
   
Juni 2008 3,3
Mai 2008 3,0
April 2008 2,4
   
März 2008 3,1
Februar 2008 2,8
Januar 2008 2,8
   
Dezember 2007 3,1

  * gegenüber Vorjahresmonat

Die schlimmste Steuer auf den Besitz von Geld ist die Inflation (Helmut Schlesinger)


Gigantisches Defizit bei der Bundesagentur für Arbeit

12.11.2008

Die Bundesagentur für Arbeit wird im kommenden Jahr voraussichtlich ein Haushaltsdefizit von 5,8 Milliarden Euro verkraften müssen. Das gehe aus dem Entwurf für den Haushalt 2009 der Nürnberger Behörde hervor, berichtet die "Frankfurter Rundschau" unter Berufung auf das ihr auszugsweise vorliegende Papier. Im laufenden Jahr würden dagegen voraussichtlich Einnahmen und Ausgaben gleich hoch ausfallen. Der Etat 2009 habe ein Ausgabenvolumen von rund 43 Milliarden Euro, schreibt die Zeitung. Hauptgrund für das dicke Minus sei die Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung von 3,3 auf 2,8 Prozent ab Januar.


Ergebnisse der Steuerschätzung November 2008

06.11.2008

 

Jahr Schätzung
Nov. 2008
in Mrd. Euro
Schätzung
Mai 2008
in Mrd. Euro
Differenz
in Mrd. Euro
       
2008 561,8 554 + 7,8
2009 572,0 571 + 1,0
       

 



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