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Abkassieren und Verschwenden

Juni 2008

 

Aktuelles zur Steuereintreibung, zu Staatsfinanzen und zur Steuerverschwendung

 

Mai 2008     Juli 2008

 

 


IKB-Untersuchungsausschuss: FDP will Steinbrück und Glos vorladen

29.06.2008

Im geplanten Untersuchungsausschuss des Bundestags zur Aufklärung der milliardenschweren Desasters bei der Düsseldorfer IKB-Bank will die FDP-Bundestagsfraktion die verantwortlichen Minister Peer Steinbrück (Finanzen) und Michael Glos (Wirtschaft) vorladen.

Über die Beteiligung der bundeseigenen Förderbank KfW an der IKB hätten die beiden Ressortchefs womöglich früher als bislang bekannt Kenntnis von der Schieflage der IKB haben können.


Teuerung im Juni auf höchstem Stand seit 1993

29.06.2008

Die Teuerung in Deutschland hat sich im Juni weiter beschleunigt. Der Jahreswert lag bei 3,3 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit Dezember 1993, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden anhand von Ergebnissen aus sechs Bundesländern ermittelte. Im Mai hatte die jährliche Rate noch bei 3,0 Prozent nach 2,4 Prozent im April gelegen.

Preistreiber waren erneut Energie und Lebensmittel. Das Heizöl habe sich im Vergleich zum Mai um zwischen drei und 7,2 Prozent verteuert und sei damit um 57 bis 69 Prozent teurer gewesen als vor einem Jahr. Die Kraftstoffe zogen demnach verglichen mit Mai um 1,8 bis 3,2 Prozent an und lagen damit um 14,3 bis 16,4 Prozent über den Vorjahrespreisen. Die Lebensmittelpreise lagen im Juni nach Angaben der Statistiker um sieben bis 8,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die endgültigen Ergebnisse für Juni will das Statistische Bundesamt am 16. Juli vorlegen.

Die schlimmste Steuer auf den Besitz von Geld ist die Inflation (Helmut Schlesinger)


Strafsteuer? Gabriel will Atom-Strom angeblich verteuern

29.06.2008

Im Streit um längere Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke regt Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) nach Darstellung des Magazins "Spiegel“ höhere Abgaben für Atom-Strom an.

In einem internen Ministeriumspapier soll Gabriel dafür plädieren, künftig eine so genannte Brennelementesteuer von einem Cent pro Kilowattstunde zu erheben, meldet das Magazin. Zugleich warnte der SPD-Politiker die Union nach "Spiegel"-Darstellung davor, den Vorschlag längerer Reaktorlaufzeiten weiterzuverfolgen.


Arroganz des Steuergesetzgebers fördert Steuerunmoral

29.06.2008

Immer häufiger werden verfassungsrechtliche Bedenken gegen ungerecht empfundene oder mit der „heißen Nadel gestrickte“ und deshalb fehlerhafte Steuernormen laut, konstatiert Professor Dr. Hans-Michael Korth, Präsident des Steuerberaterverbandes Niedersachsen Sachsen-Anhalt, anlässlich der Eröffnung der Landesverbandstagung in Lüneburg mit Sorge.

Eines der jüngeren Beispiele sei die Pendlerpauschale. Für Korth sind solche Gesetzespannen vor allem deshalb unerträglich, weil der Gesetzgeber über Experten-Kritik an geplanten Änderungen einfach hinweggeht. Dabei werden die Bedenken in aller Regel frühzeitig erhoben und auch umfangreich begründet. „Hier herrscht ein Klima der gesetzgeberischen Arroganz zum Nachteil aller Steuerbürger!“, moniert Korth.

Nach seinen Erfahrungen bieten Vorläufigkeitsvermerke, die die Bescheide in bestimmten Punkten offen halten, keine hinreichende Rechtssicherheit. Dies belaste auch das Verhältnis des Steuerbürgers zur Finanzverwaltung.

Zunehmend fehle den Steuerbürgern – verständlicherweise wie Korth meint – das Verständnis dafür, dass es nicht möglich sein soll, von vornherein verfassungskonforme Steuergesetze zu schaffen.

Für Korth ist aber vor allem der Vertrauensschwund des Steuerbürgers in den Fiskus ein ernstes Anzeichen für abnehmende Steuermoral.


Abgabenquote in der Europäischen Union steigt an

28.06.2008

Im Jahr 2006 ist die Abgabenquote in der Europäischen Union angestiegen. Allerdings zeigt die Steuerentwicklung in den 27 EU-Staaten große Unterschiede. Im EU-Durchschnitt betrug 2006 die Gesamtabgabenbelastung* 39,9 Prozent.

Dies ist trotz des Anstieges weiterhin weniger als beim Höchststand 1999 (41 Prozent). Von 28,6 Prozent in Rumänien, 29,3 Prozent in der Slowakei und 29,7 Prozent in Litauen, dies sind die geringsten Belastungen, geht es bis zu 48,9 Prozent in Schweden und 49,1 Prozent in Dänemark.

* Steuern und Sozialabgaben bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt


1000 Euro mehr Schulden für jeden Sachsen durch Landesbank-Desaster  

28.06.2008

Die öffentlichen Hilfen für die ehemalige SachsenLB belasten die sächsischen Steuerzahler stärker als angenommen - sie erhöhen die Pro-Kopf-Verschuldung um 30 Prozent.

Laut einer Studie von Merrill Lynch steigt die Pro-Kopf-Verschuldung in Sachsen durch die gewährten Garantien um 30 Prozent, wie die Leipziger Volkszeitung berichtet. Bezogen auf das Steueraufkommen des Freistaates im vorigen Jahr würde etwa ein Viertel der Einnahmen auf staatliche Garantien entfallen. Die Schuldenlast pro Einwohner würde um etwa 1000 Euro steigen.


Steuereinnahmen steigen um sechs Prozent

27.06.2008

Von Januar bis Mai sind die Steuereinnahmen kräftig gestiegen. Mit 197,9 Milliarden Euro flossen laut einem Medienbericht rund sechs Prozent mehr in die Kassen von Bund und Ländern als ein Jahr zuvor. Allein von den Sparern kassierte der Fiskus rund 25 Prozent mehr und glich damit den Einbruch bei der Tabaksteuer aus.

Wie das Magazin „Wirtschaftswoche“ vorab unter Berufung auf das Bundesfinanzministerium berichtete, nahmen Bund und Länder von Januar bis Mai 197,9 Milliarden Euro ein. Das sind 6,1 Prozent mehr als 2007. Die Steuereinnahmen des Bundes stiegen demzufolge um 3,4 Prozent auf 93,5 Milliarden Euro.

Die Länder steigerten ihre Einnahmen um 6,9 Prozent auf 81,7 Milliarden Euro.


Regierung zapft uns gnadenlos ab

27.06.2008

Der Spritpreis explodiert, ein Liter Super kostet mittlerweile 1,55 Euro! Unsere Regierung freut sich über satte Mehreinnahmen. Von jeder Tankfüllung kassiert der Staat nicht nur rund 70 Prozent Mineralölsteuer, sondern auch 19 Prozent Mehrwertsteuer. Je höher der Preis für Sprit steigt, umso mehr werden wir abgezapft.

Allein für dieses Jahr wird mit rund einer Milliarde Euro Mehreinnahmen aus der Mehrwertsteuer wegen der Spritpreiserhöhungen gerechnet.


Höhere Lkw-Maut soll 3.000 Betriebe gefährden  

27.06.2008

Alarmierende Zahlen zur Erhöhung der Lkw-Maut: Sollte die Regierung wie geplant die Gebühren für Lastwagen auf deutschen Autobahnen erhöhen, stünden 3.000 Unternehmen vor dem Konkurs. Das schätzt zumindest der Verkehrsverband BGL. Die Entlastung für die Umwelt sei dagegen kaum messbar.

Der Bundesverband Güterverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) hat das Bundeskabinett davor gewarnt, die Pläne zur Lkw-Maut zu beschließen. „Wir befürchten eine Insolvenzwelle“, sagte Hauptgeschäftsführer Karlheinz Schmidt der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Schon jetzt stünden die Unternehmen wegen extrem gestiegener Dieselpreise „mit dem Rücken an der Wand“.

Die Erhöhung der Lkw-Maut werde nicht dazu beitragen, dass die Umweltbelastung durch Staus und Stopp-and-go-Verkehr abnehme, kritisierte auch der Präsident des Verbandes “Pro Mobilität“, Peter Fischer. Die Lkw-Mauterhöhung diene einzig dem Zweck, Löcher im Etat zu stopfen.

Der Präsident des Verkehrsverbandes mit Mitgliedern aus Wirtschaft, Verbänden und Automobilclubs forderte, dass die zu erwartenden Mehreinnahmen von 700 Millionen Euro komplett für Investitionen im Straßenbau genutzt würden.


700 Milliarden Euro für Infrastruktur  

27.06.2008

In den nächsten zwölf Jahren sind Ausgaben von über 700 Milliarden Euro nötig. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund kritisiert die Ausgaben-Politik der Bundesregierung. Die Städte und Kommunen brauchen nach Angaben des Deutschen Städte- und Gemeindebundes dringend zusätzliches Geld zum Ausbau von Straßen, Schienenwegen und Energienetzen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg bezifferte den Bedarf bis 2020 laut „Bild“-Zeitung auf „mehr als 704 Milliarden Euro“. Allein der Investitionsbedarf für den Ausbau des Stromnetzes und Kraftwerke betrage rund 50 Milliarden Euro.

Landsberg kritisierte die Ausgaben-Politik der Koalition und forderte eine Infrastruktur-Offensive: „Statt immer neue Sozialleistungen zu versprechen, sollte die Politik lieber in Straßen, Schienenwege, Energieversorgung und Datenautobahnen investieren. Das schafft echte Jobs“, wird Landesberg zitiert. Landsberg warnte die Bundesregierung auch vor Steuersenkungen, für die es keine Spielräume gebe.


„Der Staat ist zum Räuber geworden!“

27.06.2008

"Der Staat ist zum Räuber geworden, der die Menschen arm macht und auspresst“, das ist die Auffassung von Steuer-Papst Franz Konz (82).

In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ redet der ehemalige Steuerbeamte und Bestseller-Autor Klartext. „Die meisten Deutschen sind zu obrigkeitshörig. Sie akzeptieren das, was das Finanzamt ihnen mitteilt, wie das Amen in der Kirche“, sagt Konz in dem Interview. Und er ermahnt: „Lasst euch nicht düpieren! Legt Einspruch ein!“

Für völlig ungerechtfertig hält er den hohen Steuersatz in Deutschland. Konz: „Ich plädiere seit 30 Jahren für eine Obergrenze von zehn Prozent bei der Einkommenssteuer.“ Wenn der Bürger das Gefühl habe, gerecht besteuert zu werden, wird er sogar gerne Steuern zahlen. Das Geld würde für den Staatshaushalt ausreichen, wenn nicht mehr so viele Gelder für unnütze Ausgaben verschwendet würden.


Entwicklung der Geldmenge M3 - ein Inflationsindikator?

 

08.06.2008

Übersicht:

Jahr/
Monat
M3* Deutschland zum
VJ in
%
M3 Eurozone zum
VJ in
%
         
2008-04 1.912.094 11,8 8.972.658 11,2
         
2008-03 1.891.752 11,2 8.875.979 10,9
2008-02 1.887.127 11,9 8.799.863 12,2
2008-01 1.871.631 11,3 8.783.536 12,4
         
2007-12 1.857.162 11,0 8.685.278 11,5
2007-11 1.832.072 10,2 8.575.727 12,6
2007-10 1.784.392 8,9 8.481.663 12,2
         
2007-09 1.790.662 8,7 8.379.361 11,2
2007-08 1.763.214 7,8 8.286.082 11,5
2007-07 1.748.005 7,4 8.280.869 11,8
         
2007-06 1.743.960 6,1 8.229.084 11,3
2007-05 1.720.630 5,0 8.152.373 10,7
2007-04 1.710.303 4,7 8.065.558 10,0
         
2007-03 1.701.364 5,3 8.002.530 11,1
2007-02 1.686.582 5,4 7.843.274 9,8
2007-01 1.682.234 5,0 7.811.254 9,8
         
2006-12 1.673.586 5,0 7.789.720 9,5

  * deutscher Beitrag, ohne Bargeldumlauf Beträge in Mio. Euro

  Quellen: Bundesbank (TUE303, TXI303) , Destatis, Eurostat

 

Für M1 bis M3 definiert die Europäische Zentralbank:

M1: Sichteinlagen der Nicht-MFIs sowie Bargeldumlauf ohne die Kassenbestände der Kreditinstitute (MFIs);

M2: M1 plus Einlagen mit vereinbarter Laufzeit bis zu zwei Jahren und Einlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist bis zu drei Monaten;

M3: M2 plus Anteile an Geldmarktfonds, Repoverbindlichkeiten, Geldmarktpapieren und Bankschuldverschreibungen mit einer Laufzeit bis zu zwei Jahren.

 

Der Wert für das Wachstum der Geldmenge M3 soll im Einklang mit der Definition des EZB-Rates von Preisniveaustabilität stehen und der Erreichung dieses zentralen Zieles der EZB dienen.

Die EZB hat im Rahmen ihrer geldpolitischen Strategie diesen Referenzwert auf 4,5% p.a. festgelegt.

Der Zuwachs liegt in Deutschland seit November 2007 und in der Eurozone seit März 2007 kontinuierlich über 10,0% p.a. und somit deutlich über der EZB-Referenzrate von 4,5%.

Nach Einschätzung der Notenbank beinhaltet das starke Geldmengenwachstum mittel- bis längerfristig ein Aufwärtsrisiko für die Preisentwicklung.


Im Jahr 2007 durchschnittlich 18.880 Euro öffentliche Schulden je Einwohner

07.06.2008

Pressemitteilung des statistischen Bundesamtes:

WIESBADEN – Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren die öffentlichen Haushalte (Bund, Länder und Gemeinden/Gemeindeverbände einschließlich ihrer Extrahaushalte) zum Jahresende 2007 insgesamt mit 1 553,1 Milliarden Euro verschuldet. Die öffentliche Verschuldung lag damit um 0,5% höher als am Ende des Vorjahres.

Der Hauptteil der am Kreditmarkt aufgenommenen öffentlichen Schulden, nämlich 1 502,2 Milliarden Euro (+ 0,3% gegenüber dem Vorjahresende), dient der Finanzierung der Deckungslücken zwischen öffentlichen Ausgaben und Einnahmen; zusätzlich kamen zur kurzfristigen Liquiditätssicherung 50,9 Milliarden Euro an Kassenkrediten hinzu (+ 5,3%). Rechnerisch entsprach die Schuldenlast am Jahresende 2007  18 880 Euro je Einwohner/Einwohnerin. Den größten Anteil nahm der Bund mit 11 637 Euro je Einwohner ein, gefolgt von den Ländern mit 5 898 Euro je Einwohner und die Gemeinden/Gemeindeverbände mit 1 447 Euro je Einwohner (der Flächenländer).  

Von den Bundesländern wiesen Bayern mit 3 012 Euro und Sachsen mit 3 648 Euro rechnerisch die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung der regional zuordenbaren öffentlichen Schulden (Haushalte der Länder, Gemeinden/Gemeindeverbände und ihrer Extrahaushalte) auf. Die höchste Pro-Kopf-Verschuldung der Flächenländer wurde für das Saarland mit 10 907 Euro und für Sachsen-Anhalt mit 9 920 Euro je Einwohner ermittelt. Die Pro-Kopf-Werte der Stadtstaaten liegen deutlich über denen der Flächenländer: Der Pro-Kopf-Wert für Bremen betrug 21 894 Euro, für Berlin 16 783 Euro und für Hamburg 12 300 Euro.

In der Mehrzahl der Länder hat die öffentliche Verschuldung 2007 nur geringfügig zugenommen oder war wie in sechs Bundesländern sogar rückläufig. Eine weitere Zunahme der öffentlichen Schulden war dagegen in Bremen, dem Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Sachsen-Anhalt und in Nordrhein-Westfalen zu verzeichnen.


IKB-Krise könnte Staat noch teurer kommen

 

07.06.2008

Die Krise der zur staatlichen KfW gehörenden Mittelstandsbank IKB könnte den Staat noch stärker belasten. Um ein Scheitern des geplanten IKB-Verkaufs an Finanzinvestoren zu verhindern, werde dem Vernehmen nach eine Abschirmung weiterer Milliardenrisiken durch den Bund erwogen. Bisher mussten KfW, Bund und Banken 8,5 Milliarden Euro Risiken abdecken. Die halbstaatliche IKB hatte sich mit US-Ramschhypotheken verspekuliert.


Staat kassiert kräftig mit Emissionsrechten

07.06.2008

Dem Handelsblatt zufolge entwickelt sich der Emissionshandel zur beachtlichen Geldquelle für den Staatshaushalt. "Es zeichnet sich ab, dass der Bund Ende des Jahres mindestens eine Milliarde Euro eingenommen haben wird", sagte Jürgen Hacker, Vorsitzender des Bundesverbandes Emissionshandel und Klimaschutz (BVEK), der Zeitung.

Der Betrag liege damit weit über den Prognosen: Im Haushalt 2008 seien dem Vernehmen nach nur 400 Millionen Euro veranschlagt. Für die Zusatzeinnahmen gebe es noch keine konkreten Pläne. In Regierungskreisen hieß es allerdings laut "Handelsblatt", das Umwelt- und das Entwicklungshilferessort stritten sich bereits um den Zugriff auf das Geld. Die bislang veranschlagten 400 Millionen Euro seien dagegen bereits fest für nationale und internationale Klimaschutzmaßnahmen verplant.


Vier Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen für 2008 erwartet

07.06.2008

Die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden werden aktuellen Berechnungen zufolge möglicherweise um vier Milliarden Euro höher sein als vor einem Monat prognostiziert. Damit würden die staatlichen Einnahmen auf rund 559 Milliarden Euro steigen, berichteten «Financial Times Deutschland» und «Handelsblatt» unter Berufung auf Steuerschätzer.

Im Mai hatte der Arbeitskreis Steuerschätzung noch Einnahmen von 555 Milliarden Euro vorausgesagt.


Übersicht über die derzeitigen Wachstums- und Inflationsprognosen für Deutschland

07.06.2008

 

  2008 2009
Bruttosozialprodukt    
  Regierung + 1,7 % + 1,2 %
  IWF + 1,4 % + 1,0 %
  Sachverständigenrat + 1,8 % + 1,4 %
  EZB (Deutschland) + 1,8 % + 1,5 %
  Bundesbank + 2,0 % + 1,5 %
     
Inflationsrate    
  Regierung + 2,6 % + 1,8 %
  IWF + 2,5 % + 1,6 %
  Sachverständigenrat + 2,6 % + 1,8 %
  EZB (Eurozone) + 3,4 % + 2,4 %
  Bundesbank + 3,0 % + 2,2 %

 


"Beunruhigenster Preisschock"

07.06.2008

Bundesbankpräsident Weber sieht in den jüngsten Teuerungsschüben bei Energie und Lebensmitteln den beunruhigendsten Preisschock in der 10-jährigen Geschichte der europäischen Währungsunion. Dennoch bestehe kein Anlass, das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank anzutasten.

Die EZB sieht bei einer Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent Preisstabilität gegeben.

Die schlimmste Steuer auf den Besitz von Geld ist die Inflation (Helmut Schlesinger)


EZB hebt Inflationsprognose deutlich an - Wachstumsprognose 2009 pessimistisch

07.06.2008

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Inflationsprojektionen für die Jahre 2008 und 2009 deutlich angehoben. Für das laufende Jahr sei mit einer durchschnittlichen Inflation von 3,4 Prozent zu rechen, nachdem bislang ein Anstieg von 2,9 Prozent unterstellt wurde. Für das kommende Jahr sei die Prognose von 2,1 auf 2,4 Prozent angehoben worden.

Die EZB hob zudem ihre Wachstumsprognose für Deutschland im Jahr 2008 von bisher 1,7 Prozent auf 1,8 Prozent an. Für das kommende Jahr reduzierte die EZB hingegen die Prognose von 1,8 Prozent auf 1,5 Prozent.

Die schlimmste Steuer auf den Besitz von Geld ist die Inflation (Helmut Schlesinger)


Bundesbank erhöht Inflationsprognose drastisch

07.06.2008

Die Bundesbank hat wegen der rasant steigenden Preise für Energie und Nahrungsmittel ihre Inflationsprognosen kräftig angehoben. Die Ökonomen prognostizieren auch, dass das Wachstum stabil bleiben werde, die Arbeitslosigkeit weiter sinken.

In ihrer halbjährlichen Vorhersage, die im vergangenen Dezember zum ersten Mal veröffentlicht worden war, schraubten die Bundesbank-Ökonomen ihre Prognose für die Inflationsrate in diesem Jahr von 2,3 auf 3,0 Prozent nach oben. Auch 2009 werde die Teuerungsrate 2009 nicht unter die Marke von zwei Prozent - dem Stabilitätsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) - fallen und 2,2 Prozent betragen. Bislang hatte die Bundesbank im kommenden Jahr mit einer Inflationsrate von 1,5 Prozent gerechnet.

Das Wirtschaftswachstum bleibt nach Ansicht der Bundesbank gleichwohl robust. Nach einer Konjunkturdelle im Sommer werde das Wachstum zur Jahreswende wieder an Schwung gewinnen, erwarten die Experten. Für dieses Jahr erhöhten sie ihre Wachstumsprognose von 1,9 auf 2,0 Prozent. Dies sind aber 0,4 Punkte mehr als bei der Prognose im Dezember 2007. 2009 werde die Wirtschaft dann um rund 1,5 Prozent wachsen - ein Minus von 0,6 Prozent im Vergleich zur alten Vorhersage.

Die schlimmste Steuer auf den Besitz von Geld ist die Inflation (Helmut Schlesinger)


Preisschock

07.06.2008

„Preisschock! – Die wahre Inflation: 12%“ prangt es da auf dem Titelblatt der "Wirtschaftswoche" Nr. 23/2008.

Dieser Artikel in der Mainstream-Presse zeigt, dass das Thema Inflation mehr und mehr in die Öffentlichkeit dringt; hoffen wir, dass nun auch andere Medien dieses Thema weiter verbreiten!

Die schlimmste Steuer auf den Besitz von Geld ist die Inflation (Helmut Schlesinger)


Mehrere Euro-Finanzminister gegen Steuersenkungen wegen Ölpreis

06.06.2008

Steuersenkungen sind nach Ansicht mehrerer Euro-Finanzminister keine Antwort auf den Rekordölpreis. "Wir sollten nicht politisch reagieren und versuchen zu intervenieren. Das hat sich in der Vergangenheit häufig als Fehler herausgestellt", sagte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) zum Auftakt des Treffens der Euro-Finanzminister.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hatte vorgeschlagen, die Mehrwertsteuer auf Benzin und Heizöl EU-weit zu senken. Der niederländische Finanzminister Wouter Bos sagte: "Wir müssen unsere Wirtschaft weniger abhängig vom Ölpreis machen. Angesichts der hohen Preise für Benzin und Diesel ist eine große Mehrheit der Bundesbürger für eine Senkung der Spritsteuern.

Laut einer Studie des Forsa-Instituts empfinden mehr als 80 Prozent der befragten Deutschen die Besteuerung für Kraftstoffe als zu hoch. Mehr als 50 Prozent erwägen, ihr Auto in Zukunft seltener zu benutzen.


Entfernungspauschale von 30 Cent ist viel zu gering

06.06.2008

Auf Grundlage der neuesten Autokostenberechung des ADAC ermittelt der Bund der Steuerzahler, dass die tatsächlichen Kosten selbst eines Kleinwagens sogar deutlich höher sind als 30 Cent pro Entfernungskilometer.

So verursacht ein Kleinstwagen mit einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern Kosten in Höhe von 70 Cent pro Entfernungskilometer. Ein Wagen der Golfklasse schlägt bei einer jährlichen Laufleistung von 8.000 Kilometern pro Jahr mit 131 Cent pro Entfernungskilometer zu Buche.



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